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Die Musik des Chores aus Namibia verbindet afrikanische Werte mit christlichem Glauben. Neben englischen Gospel singen sie vor allem auch Lieder in verschiedenen Stammessprachen, welche den Stolz der verschiedenen Stämme, Traurigkeit, Mut, kämpferischen Glauben und Lebensfreude ausdrücken. So verbinden sie Rhythmus, Tanz und Musik auf eine unglaublich mitreißende Art.

Die jungen Sängerinnen und Sänger kommen alle aus Katutura, einem ehemaligen Township von Windhoek.

Katutura bedeutet übersetzt: „Ort, an dem man nicht leben möchte“, es liegt auf Hügeln am Rande der Stadt.

Im Mai kommt der Thlokomela-Chor wieder nach Mülheim. Die 14 Erwachsenen, stammen aus einem der ärmsten Viertel von Windhoek, der Hauptstadt von Namibia. Im Rahmen einer mehrmonatigen Tournee durch Deutschland ist Mülheim die erste Station. Mit ihren Auftritten und Workshops finanzieren sie die Entwicklungsarbeit in ihrer Heimatstadt  und ihre Reise. Sie begeistern mit ihrer Lebendigkeit, Energie und Lebensfreude ihre Zuhörer. Jetzt gibt es die einmalige Chance, den Chor bei einem Konzert und/oder Workshop zu erleben.

Der Thlokomela-Chor stammt aus Okahandja Park, einem der ärmsten und am schlechtesten entwickelten Teile Katuturas. Hier haben die Häuser noch keinen Stromanschluss und das Wasser zum Kochen und  Putzen muss aus zentralen Wasserhähnen (water points) geholt werden. Damit diese allerdings Wasser ausspucken, benötigt man einen Chip, der von der Stadtverwaltung ausgegeben wird und mit Guthaben aufgeladen werden muss. Trotz dieser Umstände lassen sich die SängerInnen nicht unterkriegen. Ihre Musik wollen sie nutzen um Mut, Hoffnung und Lebensfreude zu transportieren und vor allem, um ihre eigene Kultur und Herkunft zu leben.

Ihre Musik verbindet afrikanische Werte mit christlichem Glauben. Neben englischen Gospel singen sie vor allem auch Lieder in verschiedenen Stammessprachen, welche den Stolz der verschiedenen Stämme, Traurigkeit, Mut, kämpferischen Glauben und Lebensfreude ausdrücken. So verbinden sie Rhythmus, Tanz und Musik auf eine unglaublich mitreißende Art.

"Thlokomela" heißt: "Pass auf!" Und aufpassen muss man wahrlich in den Wellblechhüttensiedlungen weit draußen am Rande Windhoeks. Vor allem, dass man nicht absinkt in den Strudel von Perspektivlosigkeit und Kriminalität. Was Thlokomela dagegensetzt?

 

Der Leiter der Gruppe Thlokomela, Dawid Gawub: „Von außen betrachtet ist unser Leben alles andere als leicht. Die meisten von uns finden trotz Schulabschluss keine Arbeit und wohnen in Wellblechhütten ohne Strom und Wasser. Aber davon lassen wir uns nicht unterkriegen. In unserer afrikanischen Musik finden wir eine Kraft, die uns immer wieder aufstehen lässt. Selbst wenn wir kaum die Umstände verändern können, so arbeiten wir an unserer Lebenseinstellung. Dafür bekommen wir sogar schon bei unseren Proben die Unterstützung unserer Nachbarn. Außerdem kommen viele Kinder hinzu und lungern nicht mehr - allen möglichen Gefahren ausgesetzt - auf der Straße herum.“

Bilder, Musik und Interviews vom Chor findet man im Internet: www.thlokomela.net www.youtube.com

Weitere Infos Ilse Schmiing 0208 754869 / Petra Strobel 0208 485108