Menu Content/Inhalt

Projekte / Projektwochen

 

Sanfter Übergang Jahrgang 5

Projekt „Kennenlernen“

 

Das Projekt „Kennenlernen“ ist ein Bestandteil des sanften Überganges Jahrgang 5  und besteht aus verschiedenen Aktionen  um einen schülergerechten, interessanten und altersangemessenen Einstieg in die neue Schule zu schaffen. Ängste sollen abgebaut werden, unter anderem durch eine sozialpädagogische Begleitung der 5. Klassen.

Die Sozialpädagogen unterstützen die Abteilungsleiterin, die Beratungslehrerin und die Klassenlehrer zu Beginn des Schuljahres bei der Integration der Schüler des neuen 5. Jahrganges. Die sozialpädagogische Integrationsarbeit setzt sich zusammen aus zwei Bausteinen einer Kennenlernstunde und einer Schulrallye. Für beide Aktionen wird eine Doppelstunde benötigt, die von dem Klassenlehrer begleitet wird.

In der Kennenlernstunde findet durch die Durchführung verschiedener Namensspiele eine erste Vertrauensbildung in der Klasse statt. Im Rahmen einer Schulrallye, aufgeteilt in Kleingruppen, erkunden die Schüler selbstständig das Schulgebäude. Sie lernen spielerisch ihre  Schule kennen und fühlen sich so weniger fremd in ihrer neuen Umgebung.

Ziel dieser Unterrichtseinheit ist es den Kennenlernprozess in der Klasse zu fördern. Die Schüler erhalten die Gelegenheit Beziehungen unter einander aufzubauen, ein Miteinander zu erleben und ein Gefühl von Vertrautheit zu entwickeln. Gleichzeitig bieten sich die Sozialpädagogen  als zusätzliche schulische Beratungsinstanz in Krisensituationen an und präsentieren ihre Angebote im Rahmen des Ganztages.

Letztlich können im Rahmen dieser bereits in der ersten Schulwoche stattfindenden Kontakte, Eindrücke über die neuen Schüler gewonnen werden. Von Interesse sind hier sicherlich Beobachtungen zum sozialen Miteinander, zur Konzentrationsfähigkeit, zu Regeleinhaltungen und zum Umgang mit offenen Unterrichtsangeboten der Klasse im Ganzen, aber auch einzelner Schüler.

Die Gesamtschule Saarn setzt sich zur Aufgabe bereits früh Präventionsarbeit zu leisten, indem durch schülerfreundliche Aktionen Ängste abgebaut werden, die schnell zu extremen Unsicherheiten oder einer verstärkten Gewaltbereitschaft führen könnten. Die Förderung eines positiven Schulklimas besitzt einen hohen Stellenwert im schulischen Alltag unserer Schule.

 

Projekt „Soziales Lernen“

Projekte zum Thema „Soziales Lernen“ sind seit Beginn der sozialpädagogischen Arbeit an der Gesamtschule Saarn fester Bestandteil des Schullebens.

 Das Klassenprojekt „Soziales Lernen: Gemeinsam sind wir stark“ im 5. Jahrgang wird im Laufe des Schuljahres in jeder 5. Klasse durchgeführt. Ein Projekt läuft über zehn Wochen und nimmt wöchentlich eine Doppelstunde in Anspruch. Der Klassenlehrer begleitet die Unterrichtseinheiten und sorgt für einen Transfer der Lerninhalte in das schulische Alltagsleben der Schüler. Seine Aufgabe ist es besonders nach Abschluss der Übungsreihe für ein Fortbestehen und eine Weiterentwicklung der positiven Effekte zu sorgen. Das Projekt schließt ab mit einem Ausflug in eine Kletteranlage. Zuvor erlernen die Schüler Sicherungstechniken.

Konzipiert ist diese Unterrichtsreihe für den 5. Jahrgang um bereits früh ein soziales Miteinander zu fördern. Die Schüler setzen sich mit den schulischen Regeln auseinander, lernen selbstständig im Team zu arbeiten und trainieren Konflikte miteinander zu lösen.

Im 7./8. Jahrgang sind zwei aufeinander aufbauende Projekte für die Klassenlehrer abrufbar. Zum einen eine Abenteuersporteinheit „together we go: Erleben und Lernen in Partnerschaft“, konzipiert für den Sportunterricht und zum anderen ein Planspiel mit dem Thema „Konfliktmanagement“. Gerade in der Entwicklungsphase im 7. und 8. Schuljahr fallen Jugendliche durch eine Überforderung Konflikte adäquat zu lösen auf. Sie sind aufgrund von Identitätsfindungskonflikten leicht zu verunsichern. Die Gesamtschule Saarn setzt sich hier zur Aufgabe durch pädagogische Konzepte zu intervenieren. Ziel ist es den Schülern Räume zu offerieren, in denen sie Selbstbestärkung erfahren, weil sie eigene Bedürfnisse und Konflikte mitteilen dürfen. Die Projekte im 7./8. Jahrgang leisten einen Beitrag zur Identitätsstärkung der Schüler, wodurch die Bereitschaft und die Fähigkeit Auseinandersetzungen durch Kommunikation zu lösen erhöht wird.

Das Abenteuersportprojekt findet im Rahmen des Sportunterrichtes statt. Durch Teamtrainingselemente, wie sie mittlerweile auch bei Managerschulungen Anwendung finden, werden die Schüler in ihrem sozialen Miteinander positiv gefördert. Zudem nehmen Selbsterfahrungselemente einen hohen Stellenwert ein, wodurch die Schüler in ihrer Identitätsentwicklung unterstützt werden.

Im Anschluss an das Abenteuerprojekt findet eine Vorbereitung auf das Planspiel im Rahmen des Gesellschaftslehreunterrichtes statt. Das eigentliche Planspiel läuft über einen Tag. Als Veranstaltungsort dient die Kooperationseinrichtung „Treffpunkt für Behinderte und Nichtbehinderte“. Im Planspiel bearbeiten die Schüler selbstständig eine Mobbingsituation in einer Klasse. Hierzu werden Kleingruppen gebildet, die die beteiligten Personen in einer Schule vertreten. Innerhalb von Diskussionsforen treffen die Kleingruppen aufeinander und verhandeln den Konflikt.

Methodisch wird in allen drei Projekten, mit Elementen aus folgenden Bereichen gearbeitet:

  • Spiel- und Interaktionspädagogik
  • Abenteuersport
  • Erlebnispädagogik
  • Rollenspiel
  • Planspiel

 Hierdurch werden Prozesse angeregt, wie:

  • Entwicklung einer positiven Atmosphäre
  • Vermittlung von Schlüsselqualifikationen für ein menschliches Miteinander
  • Auseinandersetzung mit persönlichen Grenzen
  • Erhöhung der Frustrationstoleranz gegenüber neuen und unbekannten Situationen
  • Entwicklung von Empathie für andere
  • Reflexion des eigenen Verhaltens
  • Training eines flexiblen Umgangs mit unbekannten Situationen
  • Bewegungsförderung.

Alle Projekte leisten einen hohen Beitrag für eine angenehme Schulatmosphäre in der die Schüler sich wohl fühlen können. Dies ist eine wichtige Vorraussetzung für ein positives soziales Miteinander.

Die Gewaltbereitschaft wird durch die Schaffung von persönlichen Bezügen reduziert. Zudem finden die Sozialpädagogen durch die Moderation der Klassenprojekte eine Stärkung ihrer Rolle in der Schule. Sie werden als schulische Beratungsinstanz von den Schülern ernst genommen und durch die Herstellung von persönlichen Bezügen verstärkt in Anspruch genommen.

Zum Teil werden die Inhalte der Projekte durch die Gestaltung von Klassenfahrten unter erlebnispädagogischen Gesichtspunkten durch die Sozialpädagogen  weiter vertieft.

Die sozialpädagogische Projektarbeit befindet sich in einem ständigen Veränderung- und Anpassungsfluss. In die Projekte werden neue gewonnene Ideen aus Fortbildungen eingebunden und die Lerninhalte passen sich an die, sich ständig verändernde Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen an. Ziel bleibt es neue Ideen zu entwickeln um Projekte interessant und abwechslungsreich zu gestalten. Das Feedback der Schüler ist eindeutig positiv. Sie haben Freude an den Inhalten und sind dankbar Erfahrungen durch eine Vielzahl von Methoden, die immer auch Bewegung mit einschließen, machen zu können.

Druckerfreundliche Version Druckerfreundliche Version

Beitrag als PDF-Datei herunterladen Beitrag als PDF-Datei herunterladen

Transparenter Pixel