Gesa Oberstufentag 2009
Schule trifft Wissenschaft – Gesa Oberstufentag 2009
(Janina Gärtner) Frau Prof. Dr. Nestvogel zu Gast in der Gesamtschule Saarn
Den Schülerinnen und Schüler des 11. und 12. Jahrgangs bot sich am Freitag, 06.02.09, erneut die Möglichkeit aktiv Kontakt mit wissenschaftlichen Themenbereichen aufzunehmen.
Frau Dr. Nestvogel, Professorin an der Universität Duisburg-Essen, war zu Gast in der Gesamtschule Saarn und ermöglichte den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die interkulturelle Jugendforschung.
Die Veranstaltung war in drei Themenblöcke gegliedert:
- Jugend - ein sozio-kulturelles Konstrukt
- Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
- Neuere Ergebnisse der Jugendforschung
Der Oberstufentag fand bei den Schülerinnen und Schülern äußerst positiven Anklang. Besonders gelobt wurden die Einbindung des Publikums in den Vortrag und die offene Art der Referentin, die für Nachfragen jederzeit zur Verfügung stand.
Die Veranstaltung endete mit einem Appell an die Schüler etwas aus ihrem Leben zu machen und sich bei auftretenden Schwierigkeiten Hilfe und Unterstützung zu holen.
„Schule trifft Wissenschaft“ ist ein seit Jahren an der Gesamtschule Saarn erfolgreich durchgeführtes Projekt, das eine Brücke zwischen Wissenschaft und schulischer Arbeit schlägt. Die Veranstaltungsreihe gibt Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit aktuellen Themen in Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten aus Forschung und Lehre.
Unsere Schule bringt sich mit diesem Beitrag in die Veranstaltungen zur 200-Jahresfeier „Mülheim – internationale Stadt“ ein.
In der Planung für 2009 steht auch noch ein Projekt mit einer intergenerativen Musik-Theater-Produktion. Unter dem Titel „1968 WHAT’S LEFT? – Die 68er und ihr(e) Erbe(n)“, soll ein szenisch-musikalischer Generationen-Dialog stattfinden, an dem auch Schülerinnen und Schüler, sowie Kolleginnen und Kollegen mitwirken können.
Die erste Auflage, der fast schon traditionellen Veranstaltungsreihe an der Gesamtschule Saarn fand am 11. September 2002 statt. Die Tagung trug den Titel „Die Welt nach dem 11. September“ und wurde in Kooperation mit dem Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) der Uni Duisburg durchgeführt. Die Vorträge und Leitung der Arbeitsgruppen lagen bei Dr. B. Hamm, Dr. J. Hippler, Dr. D. Messner und Dr. Ch. Weller (INEF) und N. Bilke (Institut für Journalistik der Uni Dortmund).
Arbeitsgrundlagen waren wissenschaftliche Untersuchungen, die erst Monate später öffentlich zugänglich wurden und Jahre später in Schulbüchern auftauchten.
Am 26. April 2006, dem 20. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe, standen im Rahmen des Gesa-Projektes „Wonderful World“ globale Energietrends zur Debatte. Zu Gast waren Prof. Dr. Dirk Messner, mittlerweile Leiter des Deutschen Institutes für Entwicklungspolitik in Bonn, und Dagmar van Emmerich, Vorsitzende der Tschernobyl-Initiative Mülheim (zum Projekt „Wonderful World“ s. tschernobyl-projekt.de).
Im März 2007 wurde anlässlich des 80. Geburtstages von G.G. Marquez und der Feierlichkeiten für die große chilenische Künstlerin Violeta Parra der Kontinent Lateinamerika in den Blick gerückt. Omar Saavedra-Santis (deutsch-chilenischer Literaturwissenschaftler und Schriftsteller aus Berlin) und der chilenische Regisseur und Rezitator Leonardo Martinez (Köln) thematisierten „die Rolle der Literatur in der Auseinandersetzung mit der Realität in Lateinamerika“ und boten darüber hinaus Rezitations- und Schreibwerkstätten an.
Prof. Dr. Dirk Messner referierte und diskutierte mit den Schülerinnen und Schülern über „Entwicklungsperspektiven Lateinamerikas“, historische Verantwortung und aktuelle Optionen (zum Projekt s. momento-latino.de).
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